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Schönhengster Heimatmuseum

Eduard Schwoiser

Der

Maler

Eduard

Schwoiser

(geb.

am

10.

März

1826

in

Brüsau,

gest.

am

3.

September

1902

in

München)

zählt

sicherlich

zu

den

bedeutenden

Künstlern

unserer

Heimatlandschaft.

Sein

Geburtsort

Brüsau

lag

im

engen

Tal

der

Zwitta,

und

zwar

im

Grenzgebiet

zwischen

Böhmen

und

Mähren,

das

damals

zur

Doppelmonarchie Österreich-Ungarn gehörte.

Sein

Vater,

Ignaz

Schwoiser,

war

Leineweber.

Dessen

malerische

Begabung

zeigte

sich

erst

später.

In

der

Zeit,

in

der

er

lebte,

konnten

Kunstdrucke

noch

nicht

preiswert

hergestellt

werden.

Die

Bürger

ließen

sich

daher

zur

Ausschmückung

der

Wohnräume

Heiligenbilder

malen,

die

auch

in

Haus-

und

Feldkapellen

angebracht

wurden.

Ignaz

Schwoiser

war

sehr

vielseitig,

er

bereiste

weite

Teile

unserer

Heimatlandschaft

und

malte

Heiligenbilder,

war

als

Vergolder tätig und musizierte aktiv.

Eduard

begleitete

den

Vater

auf

seinen

Reisen

und

lernte

dabei

die

Besonderheiten

der

Heimatlandschaft

kennen,

die

seine

Phantasie

anregten.

Sicherlich

war

Eduard

so

vom

Schönhengster

Oberland

ins

Unterland

gekommen

und

hatte dabei auch in den Kirchen dieser Gegenden die Fresken anderer Künstler betrachten können.

Bereits

in

jungen

Jahren

entwickelte

er

sich

zum

Autodidakten.

Er

begann

in

Brünn

und

erwarb

sich

dort

Fähigkeiten

als

Schriftenmaler

und

Stukkateur.

Er

nutzte

jede

freie

Stunde

zur

Weiterbildung

und

interessierte

sich

besonders

für

Fresken und Deckenmalerei.

Gerade

diese

Maltechnik

forderte

von

ihm

ein

hohes

Mass

an

körperlicher

und

geistiger

Konzentration.

Er

verbrachte

dabei

längere

Zeit

liegend

oder

hockend

auf

dem

Gerüst

und

musste

schnell

arbeiten;

den

nur

so

konnte

er

den

von

ihm

gewünschten

Fresken-Effekt

gewährleisten,

der

sich

erzielen

läßt,

wenn

sich

der

feuchte

Mörtel

mit

der

aufgetragenen

Farbe

verbindet.

Erste

größere

Aufträge

bekam

er

in

der

Heimat.

Die

Familie

J.

Christen,

Besitzer

des

Gutes

und

der

Burg

Fürstenberg/Swojanow,

bestellte

bei

dem

jungen

Maler

einige

Bilder;

er

wurde

weiterempfohlen.

Diese, wie auch andere Bilder aus seiner frühen Schaffenszeit signierte er in Schreibschrift.

Es

folgten

Auftagsarbeiten

für

König

Max

II.

In

dieser

Zeit

entstanden

Genrebilder,

also

Bilder

aus

dem

täglichen

Leben.

Am

30.

Januar

1851

wurde

er

an

der

Münchner

Akademie

der

Bildenden

Künste

für

das

Fach

Malerei

aufgenommen

und

brachte

es

später

zum

Professor.

Diesen

Ort

wähle

er

aufgrund

seiner

persönlichen

Verbindungen

und

aufgrund

der

Tatsache,

dass

sich

dort

der

kunstsinnige

Königshof

befand,

der

die

Bayerische

Hauptstadt

zu

einem

Zentrum

der

Baukunst und der bildenden Kunst in Deutschland machte.

Mit

dem

nötigen

fachlichen

Rüstzeug

ausgestattet,

wandte

er

sich

intensiv

der

Freskomalerei

zu.

Er

erhielt

Aufträge

von

König

Ludwig

II.

Malereien

für

die

Residenz

in

München,

für

Schloss

Neuschwanstein

und

für

das

Theater

in

Landsberg am Lech zu fertigen.

Auch

im

Schloss

Linderhof

ist

ersichtlich,

daß

Prof.

Eduard

Schwoiser

an

Fresken

gearbeitet

hat.

Im

Schloss

Herrenchiemsee

hat

er

die

ganze

Intensität

seiner

Arbeit

dokumentiert

und

wie

viele

seiner

späteren

Werke

-

mit

Großbuchstaben signiert.

Als Ludwig II. 1886 starb, beendete auch er, der Brüsauer Maler, seine Tätigkeit im königlichen Dienst.

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Die Horoskopsteller, Detail aus dem

Deckenfresko im Beratungssaal Schloß

Herrenchiemsee.

Foto. Schönhengster Heimatmuseum

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