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Mährisch Trübau

Mährisch Trübau, die "Perle des Schönhengstgaues", nach einem Brand 1509 wieder aufgebaut, erlebte eine erste Blüte unter Ladislaus von Boskowitz, der 1486 bis 1520 Herr der Stadt war. Er ließ das Schloss umbauen, legte eine Bibliothek an und holte Wissenschaftler und Künstler nach Mähren. Trübau erwarb sich den Ruf des "mährischen Athen". 1622 übernahmen die Liechtensteiner die Stadt.  Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt bestand schon um 1270 und wurde nach einem Brand 1726 umgebaut. Georg Franz Patzaks Skulpturen und die 1765-1771 geschaffenen Fresken des Trübauer Kirchenmalers Judas Thaddäus Supper gehören zum Besten des nordmährischen Barock. Auf dem Kreuzberg findet sich die Friedhofskapelle, die man von der Stadt über einen schindelgedeckten Gang erreicht, die "Totenstiege". Dort sieht man auch die Kreuzigungsgruppe von J. Patzak.  Das eigentliche Emblem der Stadt ist der viereckige Stadtplatz mit dem Renaissance-Rathaus. In unmittelbarer Nähe liegt das Schloss. Von der alten gothischen Burg erhielt sich ein Renaissance-Tor. 1611-1618 wurde an ihrer Stelle das kunstvolle Schloss mit Arkadenhof errichtet. Der Stadtplatz selbst wird von schönen Bürgerhäusern gesäumt und erhielt 1720 eine Mariensäule (Pestsäule).  Auch noch nach Beginn der Industrialisierung war Mährisch Trübau ein Zentrum der Kultur. Ein Sohn der Stadt, Ludwig Vinzenz Holzmaister, ein in den USA erfolgreicher Kaufmann, ließ das nach ihm benannte Museum errichten, das neben Holzmaisters eigenen Sammlungen aus verschiedenen Ländern der Heimatkunde des Schönhengstgaues gewidmet war. Die Mitteilungen zur Volks- und Heimatkunde des Schönhengster Landes erschienen 1905-1942.  Spinnerei Gewerbebetriebe befassten sich mit der Herstellung von Gold- und Silberwaren - Erbe einer ehemals bedeutenden Zinngießerzunft -, der Textilproduktion und dem Bierbrauen. Es gab sogar eine Klavierfabrik.  Karl Giskra, später Bürgermeister in Wien, entstammt der mährischen Stadt. Ebenso Rudolf von Eichthal, Offizier und Schriftsteller. Walther Hensel, Musikpädagoge und Komponist, rief im Rahmen der Wandervogelbewegung die Finkensteiner Singwochen ins Leben. Auf die geht die Gründung des renommierten Bärenreiter-Musikverlages in Kassel zurück.     		               Quelle: www..schoenhengstgau.eu
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