© 2015

Die

in

Deutsch

und

Tschechisch

konzipierte

Wanderausstellung

zu

Schönhengster

Kultur

und

Geschichte

besteht

aus

20

Fototafeln

und

einer

Begleitbroschüre

und

entstand

im

Frühjahr

2012.

Sie

war

bisher

in

den

tschechischen

Städten

Mährisch

Trübau

(Moravská

Třebová)

Landskron

(Lanškroun)

und

Hohenstadt

(Zábřeh

na

Moravě)

zu

sehen,

später

in

Göppingen,

in

Pforzheim,

in

Aurach

in

Mittelfranken,

in

Meitingen

bei

Augsburg

und

in

Marxzell-Pfaffenrot

in

der

Nähe

von

Karlsruhe.

Zunächst

wollen

die

20

Schautafeln

einen

Eindruck

von

einer

ehemaligen

deutschen

Sprachinsel

an

der

böhmisch-mährischen

Grenze

vermitteln.

Der

Schönhengstgau,

der

seinen

Namen

einem

Gebirgszug

verdankt,

dem

Schönhengst,

der

die

Region

in

ein

Ober-

und

ein

Unterland

teilt,

liegt

im

Osten

des

heutigen

Tschechien

in

der

Nähe

von

Brünn

und

Olmütz.

Diesen

„alten“

Schönhengstgau,

den

viele

der

Tafeln

zeigen,

den

gibt

es

heute

nicht

mehr.

Er

lebt

nur

noch

in

der

Erinnerung

weniger

alter

Menschen,

die

dort

ihre

Jugend

verbrachten

und

1945/1946

das

Schicksal

der

Vertreibung

erleiden

mussten.

Die

Ausstellung

dokumentiert

auch

diesen

dramatischen

Wendepunkt

in

der

Geschichte

der

Region,

ebenso

den

mühsamen

Neubeginn

der

Schönhengster

nach

dem

Zweiten Weltkrieg in einer neuen Heimat.

Allerdings

wollten

wir,

als

wir

die

Bildfolgen

zusammenstellten,

nicht

beim

wehmütigen

Blick

zurück

oder

bei

der

Klage

über

ein

(meist)

unverdientes

Schicksal

stehenbleiben.

Ganz

bewusst

ist

auch

der

„neue“

Schönhengstgau

einbezogen.

Seit

der

Samtenen

Revolution

in

Tschechien

im

Jahre

1989

hat

sich

dort

sehr

viel

getan.

Die

heutigen

Bewohner

des

Schönhengstgau,

die

weit

überwiegend

einer

Generation

angehören,

die

die

tragischen

Ereignisse

der

deutsch

tschechischen

Geschichte

nicht

mehr

aus

eigenem

Erleben

kennt,

sie

entdecken

ihre

Heimat

neu

und

bemühen

sich

in

vielen

Projekten,

das

geschichtliche

Erbe

nicht

nur

zu

erhalten,

sondern

wieder

mit

Leben

zu

füllen.

Das

oft

in

Zusammenarbeit

mit

ehemaligen

Bewohnern

des

Schönhengstgau.

Die

Ausstellung

soll

damit

auch

einladen,

den

neuen

Schönhengstgau

mit

seinen

heutigen

Bewohnern

als

Teil

eines

neuen

Europas

zu

entdecken,

das

immer

mehr

zusammenwächst

und

zu

dem

heute

auch

große

Teile

des

ehemaligen

„Ostens“

gehören.

Wenn

die

Ausstellung

auf

diese

Weise

zu

einem,

Europa

förderlichen

Konnex

zwischen

Vergangenem

und

Zukunft

beitragen kann, so hat sie ihr Ziel erreicht.

Wanderausstellung zu Kultur und Geschichte des Schönhengstgau

Schönhengster Heimatmuseum
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